Heuschnupfen ist eine Überreaktion des menschlichen Immunsystems auf Pollen. Die Überreaktion tritt nicht bei allen Menschen auf. Personen, bei denen die Überreaktion des Immunsystems auftritt, werden als Allergiker bezeichnet. Das Immunsystem der Allergiker bewertet harmlose Pollen als Krankheitserreger und bekämpft diese mit Antikörpern.

Bei der Bildung von Antikörpern werden in den Schleimhäuten unter anderem Histamine freigesetzt, zu Niesen, Juckreiz, verquollene rote Augen bis hin zu Atemnot führen. Während der Gräser- und Baumblüte äußern sich bei Allergiker die Symptome besonders stark. Die herumfliegenden Pollen verursachen die Überreaktion des Immunsystems.

Weltweit sind zwischen 25 % der Bevölkerung mehr oder weniger mit den Symptomen des Heuschnupfens konfrontiert.

Aktuelle Forschungen haben gezeigt, dass sich die Allergischen Reaktionen mit der Zeit verstärken oder sich auf andere Körperorgane verlagern können, und zu chronischen Erkrankungen, wie Bronchial-Asthma führen. In den Forschungsergebnissen entwickelte sich der Heuschnupfen bei ¼ der Patienten mit Pollen-Allergie nach 10 Jahren zu einem Bronchialasthma. In der Medizin spricht man bei einer solchen Entwicklung des Heuschnupfens von „Etagenwechsel“. Zu Vorbeugung eines Etagenwechsels müssen Patienten mit Heuschnupfen rechtzeitig therapiert werden.


Verursacher sind  Pollen, Gräser, Tierhaare und Hausstaubmilben

Der Heuschnupfen ist eine atopische Erkrankung und entsteht, wie bereits beschrieben, durch die Überempfindlichkeit auf bestimmte Umweltreize. Als vererbbare Krankheit kann Heuschnupfen ganzjährig durch das Auftreten bestimmter Gräser und Pollen ausgelöst werden.
Im Frühjahr führen insbesondere Pollen der Birke, Ulme oder Erle zu allergischen Reaktionen. Im Sommer lösen verschiedene Gräser den Heuschnupfen aus. Überempfindlichkeiten mit allergischen Reaktionen treten inzwischen auch bei Tierharen und/oder Hausstaubmilben auf.


Therapie und Medikamente gegen Heuschnupfen

Oft tritt Heuschnupfen erstmalig im Kindesalter auf. Jedoch gibt es inzwischen viele Fälle, bei denen allergische Reaktionen und Heuschnupfen erst im Erwachsenenalter auftraten.

Solltest du erste  Anzeichen des Heuschnupfens bemerken, musst du sofort deinen Arzt konsultieren. Dein Arzt kann mittels eines Allergietests feststellen, auf welche Stoffe du allergisch reagierst. Beim Allergietest bringt dein Arzt kleinste Mengen der Wirkstoffe von Pollen, Gräsern, Tierharen und Hausstaubmilben auf die Haut auf. Bei allergischen Reaktionen verursachen die Wirkstoffe Rötungen auf der Haut.
Auf Grundlage der Stoffe auf die du allergisch reagierst, kann dir dein Arzt das geeignete Medikament zur Behandlung des Heuschnupfens ausstellen.
Die Behandlung werden primär Antihistaminika oder auch Kortisonpräparate eingesetzt, die bei Auftreten der Allergie in Form von Augentropfen oder Nasensprays verabreicht werden.

Viele Pateinten entscheiden sich zur Behandlung ihres Heuschnupfens für die Hyposensibilisierung (Desensibilisierung).  Hierbei wird dem Patienten der allergieauslösende Wirkstoff unter die Haut gespritzt oder aber unter der Zunge verabreicht. Dadurch soll der Körper sich an den Wirkstoff gewöhnen. Allergische Reaktionen auf die Substanz sollen dadurch unterbunden werden. Die Erfolgsquote einer Hyposensibilisierung liegt abhängig vom Patienten zwischen 30 und 90 Prozent.

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