Eine Kurzsichtigkeit oder Myopie bezeichnet unscharfes Sehen in der Ferne während Weitsichtigkeit (Hyperopie) dazu führt, dass Dinge, die direkt vor dem Auge liegen nicht scharf gesehen werden.

64 Prozent der in Deutschland lebenden Erwachsenen benötigen eine Brille. Dabei ist Fehlsichtigkeit keine Krankheit sondern nur eine Abweichung vom Normalzustand und lässt sich nicht medizinisch „beseitigen“, lediglich korrigieren. Sie kann mit Sehhilfen wie Kontaktlinsen oder Brillen oder einer Augenlaser-Operationen ausgeglichen werden.

Bei den Sehhilfen besteht die Wahl zwischen verschiedenen Brillenmodellen oder auch Kontaktlinsen. Aus optischen Gründen werden oft Kontaktlinsen vorgezogen. Auch beim Sport sind sie praktischer als ein Brillengestell.
Manche Kontaktlinsen werden nur einen Tag getragen (weiche Kontaktlinsen) andere wiederum über viele Monate hinweg (harte oder formstabile Kontaktlinsen).

Weiche oder formstabile Kontaktlinsen?

  • Formstabile KL sind für langes Tragen geeignet, da sie aus einem sauerstoffdurchlässigen Material gemacht sind
  • Trockene Augen vertragen die formstabilen deshalb auch besser
  • Manche Sehfehler können nur mit harten KL korrigiert werden: z.B. starke Hornhautverkrümmung
  • Weiche KL sind besser für Sport oder Tanzen geeignet, da sie nicht so leicht verrutschen
  • Formstabile KL erzeugen bei der ersten Anprobe gegebenenfalls ein „Fremdheitsgefühl“

Gewarnt wird vor allzu günstigen Modellen aus dem Supermarkt, die nicht individuell an die Sehstärke des Käufers angepasst sind und außerdem oft aus einem billigen Material gefertigt.

Wenn du dich für Kontaktlinsen entscheidest, ist ein Gang zum Arzt oder Kontaktlinsenspezialisten unvermeidbar, um eine optimale Lösung für deine Augen zu finden. Mit hochsensiblen Instrumenten misst er die Augen bis ins kleinste Detail aus, nur so ist eine individuelle Anpassung gewährleistet.

In jedem Fall ist wichtig, die Kontaktlinsen richtig zu pflegen und zu reinigen, da sich die Augen sonst entzünden könnten.

 

Seh-Training

Das Seh-Training besteht aus ausgesuchten Blick- und Wahrnehmungsübungen, außerdem wird die Wahrnehmung geschult und durch ganzheitliche Körperübungen gelernte Sehgewohnheiten verändert oder Blockaden aufgelöst.

 

Neben Visualisierungen und den klassischen Bates-Sehübungen werden je nach Fehlsichtigkeit verschiedene Therapiemethoden in spezialisierter Weise miteinander kombiniert, die aus den Bereichen Autogenes Training, Yoga, Atemtherapie oder der Bioenergtik stammen.

 

Sogenannte Rasterbrillen können hierbei unterstützende wirken, ohne die anderen Methoden und zusätzliche Übungen bringen sie allerdings keine ausreichende bleibende Verbesserung.

Lasertechnik oder refraktive Chirurgie

Viele Fehlsichtigkeiten könnten heutzutage durch das Lasern der Augen insoweit behoben werden, dass Brille oder Kontaktlinsen überflüssig werden.

 

Die refraktive Chirurgie zielt darauf ab, die Lichtbrechungseigenschaften der Hornhaut zu verändern, wodurch der Brennpunkt nach Möglichkeit in eine bestimmte Richtung verschoben wird und ein scharfes Sehen gewährleistet wird.

 

Die verschiedenen Möglichkeiten der Laser-OP heißen Lasik, Lasek, Epi-Lasik und PRK (photorefraktive Keratektomie). Der Unterschied liegt in der Art, wie das Auge freigelegt wird. Bei den Oberflächenverfahren wird statt des scharfen Hornhautschnitts der Lasik-Methode die oberste Epithelschicht zur Seite geschoben. Die Abtrennung erfogt entweden mit Alkohol (bei der Lasek-Methode) oder mit einer stumpfen Klinge (Epi-Lasik).

 

Die Femto Lasik (Femtosekunden-Lentikelextraktion) ist ein relativ neues Verfahren in der Augen-Chirurgie. Dabei wird mit einem sog Femtosekunden Laser der notwendige Schnitt in die Hornhaut gesetzt, wohingegen bei der herkömmlichen Lasik der Schnitt mechanisch mit einem speziellen Hornhauthobel erfolgt

 

Obwohl sich die Methoden in den letzten Jahren weiterentwickelt haben und zu guten Ergebnissen führen, scheuen sich viele Patienten vor diesem Eingriff zurück. Die Befürchtung, bleibende Schäden zu behalten ist dafür zu groß.

 

Gerade wenn es sich um ein so empfindliches Organ handelt, wie das Auge, ist Information und die Prüfung der Qualität des Behandelnden oberstes Gebot. Nicht nur das Know-How und der neueste Standart sind von Bedeutung, sondern auch wie viel Zeit einem Patienten vor und nach der Behandlung eingeräumt werden. Auf diese Weise können Risiken und Komplikationen besprochen und minimiert werden. Und der Patient fühlt sich in guten Händen.

 

Bei einem Vergleich der diversen Angebote, fällt auf, dass ein Eingriff im Ausland zu einem viel geringeren Preis als in Deutschland zu haben ist. Natürlich hängt es zum Teil mit den niedrigeren Gehältern zusammen und es ist davon auszugehen, dass in den ausländischen Lasik Zentren mit erstklassigen Geräten gearbeitet wird. Wer sich für eine Augenlaserbehandlung im Ausland entscheiden, sollte sich in jedem Fall davon überzeugen, dass entsprechende TÜV-Siegel vorliegen. Laut vielen Berichten ist das eigentliche Problem die Zeit, die einem Patienten für die gesamte Behandlung eingeräumt wird. Beim Versuch, möglichst viele an einem Tag zu behandeln, bleibt nicht viel Zeit für ein ausführliches Behandlungsgespräch, was in vielen Fällen allerdings notwendig wäre.

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